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Werkzeuge

Diese Werkzeuge erleichtern die Rasenpflege erheblich:

  1. Elektro-Rasenmäher
  2. Elektro-Vertikutierer
  3. Vertikutier-Rechen
  4. Rasentrimmer

Die richtige Rasenmischung

Beim Saatgutkauf sollten Sie immer zur besten Qualität greifen. Das Saatgut für einen Rasen besteht nicht aus einer Grassorte, sondern setzt sich aus mehreren Gräsern zusammen. Nur ein entsprechendes Mischungsverhältnis für den jeweils gewünschten Rasentyp führt auch zu einem guten Ergebnis. In guten Rasenmischungen werden breit- und schmalblättrige speziell für Rasenflächen gezüchtete Grassorten verwendet. Diese haben kräftigere Wurzeln und bilden dichte Horste.
Grundsätzlich kann man zwischen folgenden Rasenmischungen wählen:

  • Zierrasen: Er besteht hauptsächlich aus Strauß- und Schwingelgräsern.
  • Gebrauchsrasen:Ein Vielzweckrasen für alle Fälle. Er ist strapazierbar und besteht aus Weidel-, Rispen- und Schwingelgräsern.
  • Sportrasen: Er ist für den harten Einsatz gedacht.
  • Schattenrasen: Eine Rasenmischung, die wenig Licht benötigt.

Rasen einsäen

Eine Rasenfläche kann man auf fast jedem Boden anlegen. Gut geeignet ist eine Mutterbodenschicht von 15-20 cm. Schwere,lehmige Böden werden mit einer Zugabe von feinem Quarzsand (ca.2-3 m 3 auf 100 m 2 ) gelockert. Ist der Boden zu leicht (Sandboden), ist eine Torfzugabe zu empfehlen. Die idealen Voraussetzungen sind bei einem ph-Wert von 5,5 bis 7 vorhanden.

  1.  Lockern Sie die vorgesehene Fläche rechtzeitig vor der Einsaat (4 Wochen vorher) mit einem Kultivator auf. Wurzelreste und Steine werden entfernt.
  2. Nun mit einem möglichst breiten Rechen die Fläche einebnen. Hierbei diagonal über Kreuz arbeiten.
  3. Mit der Gartenwalze über Kreuz die Fläche verdichten. Steht keine Gartenwalze zur Verfügung, helfen auch Trittbretter, die man sich leicht selbst aus Holz anfertigen kann. Vor der Einsaat des Rasens (mind.1 Woche zuvor) kann noch eine Düngung aufgebracht werden, die dem Rasen zu einem guten Start verhilft.
  4. Die Einsaat erfolgt mit einem Streuwagen. Hiermit lässt sich das Saatgut gleichmäßig auf der Fläche verteilen. Mit feinkörnigem Sand vermischt, lässt sich der Grassamen noch leichter verteilen. Nach der Saat wi rd der Samen leicht eingeharkt und verdichtet (mit der Gartenwalze oder Trittbrettern). Wichtig ist jetzt, dass die Fläche nach der Saat feucht gehalten wird. Am besten verwenden Sie hierzu einen Regner, der ein gleichmäßiges Beregnen einer entsprechend großen Fläche ermöglicht. Zum Beregnen eignen sich die frühen Abendstunden. Das Wasser verdunstet dabei nicht so schnell und der Temperaturunterschied von Wasser und Luft ist nicht mehr so groß wie in den warmen Mittagsstunden.

Wichtige Nährstoffe für den Rasen

Ein gesunder Rasen produziert bis zu 10 kg Gras pro m 2 im Jahr. Die Nährstoffe, die der Rasen hierfür benötigt, entzieht er dem Boden. Die Graspflanzen bilden zusammen mit dem Boden einen Nährstoffkreislauf. Pflanzenreste werden zu Humus und führen dadurch dem Boden wieder Nährstoffe zu. Bei einem regelmäßigen Mähen und Entfernen des Grasschnittes wird dieser Kreislauf unterbrochen. Ohne eine gezielte und ausreichende Düngung gehen dem Boden dadurch wichtige Nährstoffe verloren, die das Gras für ein gesundes Wachstum benötigt. Die Folge davon ist ein ungehindertes Ausbreiten von Unkraut und Moos. Ein gesunder und kräftiger Rasen benötigt folgende Nährstoffe:

Stickstoff:
Sorgt für ein ständiges Wachstum, besorgt den Aufbau von Zellen und ist wichtig für die Regenerationskraft.

Phosphat:
Ist verantwortlich für das Wurzelwachstum.

Kali:
Steigert die Widerstandskraft. Sorgt für straffes und festes Gewebe. Bildet Reserven für den Winter und optimiert den Stoffwechsel.

Magnesium und Spurenelemente:
Sorgt für ein sattes Grün des Rasens und gesunde Graspflanzen.

Diese benötigten Nährstoffe werden dem Rasen in Form von Spezialdünger zugeführt. Diese sog. Rasendünger haben eine Langzeitwirkung. Sie geben die Nährstoffe nicht plötzlich ab, sondern versorgen die Graspflanzen über einen längeren Zeitraum hinweg. Die Rasendüngung erfolgt 2-3 mal pro Jahr. Wird mit einer Startdüngung im März/April begonnen, wird der Rasen besonders strapazierfähig und grünt schnell. Bei entsprechendem Langzeitdünger hält diese Düngung bis Mai an. Hier kann eine Sommerdüngung erfolgen, denn der Rasen wird in dieser Zeit am stärksten belastet. Eine zweite Sommerdüngung kann im August erfolgen. Auf die Herbstdüngung kann normalerweise verzichtet werden, wenn im Frühjahr gedüngt wird.

Tipps zum richtigen Mähen

  1. Ohne einen geeigneten Rasenmäher macht der schönste Rasen keinen Spaß, denn das ist ein wichtiger Teil der Rasenpflege. Ob beim Mähen von Hand oder mit Motorbetrieb gearbeitet wird, ist Geschmackssache. Bis zu einer Fläche von 800 m 2 kann man noch mit einem Elektro- oder Akkumäher gut arbeiten. Darüber hinaus sollte es schon ein Benzinmäher sein. Rasenmäher mit Heckauswurf und anhängendem Grasauffangkorb können vorwärts und rückwärts geführt werden. Dabei immer mit einer Radbreite Überstand mähen. Dadurch erzielt man eine gleichmäßige Schnittfläche.
  2. Mit dem Rasentrimmer sind schwer zugängliche Stellen leicht zu bewältigen.
  3. Stellen Sie die Schnitttiefe des Rasenmähers auf die richtige Grashöhe ein. Bei Trockenheit sollte die Grashöhe etwa 6 cm betragen, um ein Austrocknen zu verhindern.

Rasenbelüftung

  1. Auf dem Rasenboden sammeln sich im Laufe des Jahres abgestorbene Gräser und Pflanzen reste an. Zusammen mit Moosen und Wildkräutern bilden diese eine Filzschicht. Das Eindringen von Wasser, Nährstoffen und Luft wird verhindert. Die Wurzeln der Graspflanzen wachsen dadurch nach oben, um an diese Nährstoffe heranzukommen. Die Folge ist ein weiteres Verdichten und Verfilzen des Rasenbodens.
  2. Abhilfe aus diesem Kreislauf schafft das Vertikutieren. Die kreisförmig angeordneten Messer des Elektro- oder Motorvertikutierers durchtrennen beim Überfahren der Rasenfläche den Rasenfilz und befördert ihn nach oben.
  3. Der Vertikutier- Rechen ist eine Alternative für kleinere oder verwinkelte Flächen.
  4. Nach dem Vertikutieren können Nährstoffe, Luft und Wasser wieder in ausreichender Menge bis zu den Wurzeln vordringen und ein gesunder, kräftiger Rasen entsteht.
 

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