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Mauern und Verputzen

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Werkzeuge

  1. Wasserwaage
  2. Zollstock
  3. Senklot
  4. Mörtelbrett
  5. Richtscheit
  6. Maurerkellen

Kellen unterscheiden sich im Material, der Verarbeitung und Form. Die Formenvielfalt, von der hier nur wenig gezeigt werden kann, kommt von regionalen Traditionen. Das Mauern ist normalerweise eine länger andauernde Tätigkeit. Deshalb muss jeder für sich entscheiden, welche Kelle am besten in der Hand liegt.

Steinsysteme

Es gibt zahlreiche verschiedene Steinsysteme. Durch die mannigfaltigen Einsatzgebiete unterscheiden sie sich in Format, Baustoffart, physikalischer und mechanischer Qualität. Sie sind druckfest, wärmedämmend,wärmespeichernd, schalldämmend, frostbeständig, schlagregendicht, leicht oder tragfähig. Die künstlichen Steine lassen sich in folgende Hauptgruppen unterscheiden:

Mauerziegel
werden aus Ton, Lehm oder tonigen Massen geformt und gebrannt. Die bekanntesten Arten sind:

  • Vollziegel
  • Lochziegel (Hochloch-oder Langlochziegel)
  • Vormauerziegel (frostbeständig, für unverputzte Außenwände)
  • Klinker (gesinterte Oberfläche, frostbeständig, für Sichtmauerwerk)
  • Leichtlochziegel ((mit Zusatzstoffen zur Erhöhung der Wärmedämmung und/oder Perite Dämmkern in den Hohlkammern)
  • hochfester Ziegel (für hohe Beanspruchung)
  • Keramikklinker (aus hochwertigen Rohstoffen)

Leichtziegel
haben erhöhte Wärmedämmeigenschaften. Die Beimengung von Zusatzstoffen (Polystyrolgranulat oder Sägemehl) zum Ton, führt zur Porenbildung. Zusätzlich können die Hohlkammern noch mit einem Perite-Dämmkern gefüllt sein.

Kalksandsteine
sind aus gepresstem und unter Dampfdruck gehärtetem Kalk und Quarzsand. Hohe Maßhaltigkeit, Schallschutz, statische Belastbarkeit, Wärme-und Brandschutz und Wärmespeicherfähigkeit.Gängige Lieferformate:

  • KS-Vollstein
  • KS-Loch-und Hohlblockstein
  • KS-Blockstein und Planblockstein
  • KS-Bauplatte (für nichttragend Trennwände)
  • KS-Vormauerstein und KS-Verblender

Leichtbetonsteine
bestehen aus porigen, mineralischen Zuschlägen (z.B.Bims,Ziegelsplitt oder Blähton) und Zement. Gute Wärmedämmeigenschaften, gute Putzhaftung und geringes Gewicht. Große Formate –wirtschaftliches Mauern. Gängige Formate:

  • Vollstein oder -block
  • Hohlblockstein

Porenbetonsteine
sind dampfgehärtete Wandbausteine aus Quarzsand, Kalk und Wasser unter Zugabe von Aluminiumpulver, welches in Reaktion mit Kalk die feinen Poren bildet. Sehr gute Wärmedämmeigenschaften, geringes Gewicht, hohe Maßhaltigkeit, leichte Verarbeitung (Bohren, Nageln, Fräsen). Lieferformen:

  • Porenbetonblockstein
  • Porenbetonplanblock (auch mit Nut und Feder)
  • Porenbetonbauplatte und -planbauplatte

Im Profibereich gibt es dann noch Spezialsteine (z.B.Schalungssteine und -elemente) und für die Altbausanierung Lehmsteine.

Beispiele
a Porenbeton
b Planblock
c Hochlochziegel
d ·e ·f Kalksandstein
g Leichtbetonstein

Mauerwerk und Mörtel

Das Wärmedämmvermögen von Mauerwerk wird durch die Art der Mauersteine in Verbindung mit dem Mörtel bestimmt. Dämmmörtel – wie der Name schon verspricht – ist normalem Mörtel überlegen. Besonders zu empfehlen bei Porenbetonsteinen und porosierten Ziegeln, denn so gleichen sich Dämmwirkung von Mauerwerk und Mörtelfuge an. Die Fugen bilden somit keine Wärmebrücken. Während der Ausführung der Maurerarbeiten muss das frische Mauerwerk gegen Regen und Sonnenstrahlung geschützt werden. Insbesondere bei Arbeitsunterbrechung zum Feierabend müssen frische Mauerteile abgedeckt werden. Am besten durch schrägstehende Schalbretter, Abdeckungen mit Folie oder Dachpappe und aufgemörtelten Wülsten an den Deckenkanten.

Läuferverband

Läuferverband: Läufer sind in Längsrichtung vermauerte Steine. Dabei wird am Ende jeder zweiten Reihe ein halber Stein vermauert. Dadurch entsteht eine versetzte Stoßfuge. Beachten Sie die Vorschriften über die erlaubte Mauerhöhe und den erforderlichen Grenzabstand.

Mauern

Für einen stabilen Mauerverband sind versetzte Stoßfugen erforderlich. Die Steine werden von Lage zu Lage um 1/4 oder 1/2 Steinlänge versetzt (außer bei Abdeckschichten und Glasbausteinen).

Beim Mauern wird der Mörtel vollflächig auf die Lagerfuge aufgetragen. Mittig eine leichte Fuge in den Mörtel ziehen und einen Stein auflegen und ausrichten. Nun den nächsten Stein greifen, auf eine Stoßfuge Mörtel auftragen und den Stein mit dieser Seite ansetzen und ausrichten. Überquellenden Mörtel abstreichen und auf die Lagerfuge geben.

Mörtelputz herstellen

Mörtel-Putz eignet sich für innen sowie für außen. Vor dem Verputzen wird die zu verputzende Fläche gesäubert. Lose Teile und Verunreinigungen müssen entfernt werden. Mörtel-Putz besteht aus Zement und Kalk. Deshalb bei der Arbeit Handschuhe tragen und Augenkontakt vermeiden.

  1. Die zu verputzende Wand ist durch einen dünnen Spritzwurf mit Zementmörtel vorzubereiten, um eine Oberflächenvergrößerung zu erreichen.
  2. Das Auftragen des Mörtel-Putzes kann man sich er heblich erleichtern, wenn Führungslatten am Mauerwerk befestigt werden. Alter nativ dazu können Schnellputzleisten mit Mörtelbatzen an der Wand angebracht werden. Die Leisten lotrecht ausrichten. Nun den Mörtel mit der Maurerkelle anwerfen.
  3. Mit einem Richtscheit wird die Putzfläche nun abgezogen. Eine planebene Fläche erreicht man nach dem Abstreifen des Putzes durch kreisförmige Bewegungen mit dem Reibebrett. Bei mehrlagigem Putzauftrag (außen) wird die erste Lage ca.15 mm aufgetragen und rau abgezogen. Der Auftrag der zweiten Lage ca.10 mm erfolgt nach einer Standzeit der ersten Lage von ca. einem Tag je mm Schichtstärke. Achten Sie auf ein gleichmäßiges Trocknen der Putzfläche. Große Hitze schadet dem Trocknen ebenso wie Kälte und Nässe. Eventuell die Fläche mit einer Folie abdecken.

Innenputz

  1. Gips-Putz
    wird im Innenbereich zur Herstellung planebener Wandflächen verwendet. Er ist der ideale Untergrund zum anschließenden Streichen oder Tapezieren. Verunreinigungen, lose Teile, sowie ölige und fettige Stellen sind vor dem Verputzen zu entfernen. Den Gips-Putz auf die vorgenässte Wand gleichmäßig auftragen und mit dem Richtscheit abziehen. Anschließend wird der Putz mit dem Schwammbrett gefilzt.
  2. Dekor-Putz
    wird auf glatte, ebene, saubere, trockene und tragfähige Bauwerksuntergründe aufgetragen.Je nach Produkt wird eine Grundierung (Tiefengrund) aufgestrichen. Nach dem Trocknen kann der Putz (z.B.Leichtputz) aufgetragen werden. Richten Sie sich wie auch bei allen anderen Fertigprodukten nach dem vorgeschriebenen Mischungsverhältnis und den Verarbeitungshinweisen. Bei größeren zusammenhängenden Flächen den Putz ohne Arbeitsunterbrechung auftragen. Zum Herstellen der Putzstruktur können Pinsel, Kelle, Strukturrolle usw.verwendet werden.
 

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